Taufen im Gottesdienst sind immer etwas Besonderes. Leider wollen immer noch Tauffamilien die Taufe nur im kleinen Rahmen feiern. An diesem Sonntag ist es anders. Romy und Mio sollen im Hauptgottesdienst getauft werden - aber draußen ist es spiegelglatt.
Wie viele Menschen den Weg wohl schaffen? Einige trotzen den Straßenverhältnissen. Es ist eine kleine Gemeinschaft. Aber die Hauptpersonen sind da. Romy, Mio, ihre Eltern, ihre Patentante mit Familie.
Pastor Hellwege hat eine große Kiste mit Spielzeug und Wolldecken mitgebracht. All das wird im Bereich des Altars aufgebaut und die insgesamt vier Kinder erobern diesen Bereich sofort für sich und malen und spielen nach Herzenslust.
Die Taufe wird so fast zur Nebensache. Aber niemandem ist langweilig. Die Taufkerzen werden (trotz Protest einiger besorgter Gemeindemitglieder) einfach auf die Spielkiste gestellt. Ich bin sicher, diese Taufe bleibt allen in guter Erinnerung.
Ich möchte den Getauften und allen, die es mögen, einen besonderen Segen mit auf den Weg geben. Einen Seifenblasensegen:
Wir segnen euch heute mit Seifenblasen. Sie sind ganz leicht.
Sie sind bunt und durchsichtig - gleichzeitig.
Sie fliegen. Und sie platzen.
Dann sieht man sie nicht mehr.
Aber sie sind noch da.
Alles, was sie waren, ist noch da.
Genauso ist es mit dem Segen:
Auch wenn du ihn nicht mehr siehst, hörst oder fühlst, ist er noch da.
Von Christus gesegnet bis du.
Wie das Kind.
Wie die Welt.
Wie ein Jünger,
wie eine Jüngerin.
Amen.
Andrea Surendorf